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Internationale Konferenz: „Der Weg der baltischen Länder zur EU“: kann sich die Ukraine ihre Erfahrungen zunutze machen?“

Diese Konferenz fand am 2. Juni 2003 in Kooperation mit der Stiftung „Spiwdrushnist“ (Gemeinschaft) statt, an der Politiker und Experten aus Litauen, Lettland, Estland und den EU-Ländern teilnahmen.


Wolodymyr Sidenko, Razumkov-Zentrum, Kiew:

„Der Grund für tiefgehende Unterschiede in der Entwicklungsstufe der Ukraine und der baltischen Länder liegt nicht in der Wahl einer richtigen Wirtschaftspolitik von Litauen, Lettland und Estland, sondern in der unterschiedlichen Mentalität der Völker.“

Ruta Wainiene, Institut für freien Markt, Litauen:

„Besonders wichtig für die Ukraine sind folgende Bedingungen, die z. B. den baltischen Ländern ein höheres Wirtschaftsniveau ermöglicht haben:

- Aufbau eines Systems zum Schutz des Privateigentums
- Reform des Steuersystems, bei dem sich klein- und mittelständische Unternehmen nicht "im Schatten" stehen
- feste Bindung der Nationalwährung an die Devisen
- freie Ein- und Ausreise“

Dr. Eberhard Rhein, Ex-Direktor bei der EU-Kommission:

„Die Ukraine braucht mindestens 20 Jahre, um assoziiertes Mitglied der EU zu werden. Visaregelungen und Handelskonditionen mit der EU sollten schnellstens erleichtert werden.“

Jewhen Perelygin, Außenministerium der Ukraine:

„Die Inaussichtstellung einer EU-Mitgliedschaft würde sich beschleunigend auf die gesellschafts-politische Gestaltung der Ukraine auswirken.“

Oleksandr Sintschenko, Vize-Präsident der Werchowna Rada der Ukraine:

„Die Ukraine nicht nur kann, sondern soll die Erfahrungen der baltischen Länder nutzen. Diese Erfahrungen können als Beispiel einer geordneten Durchführung von Markt- und politischen Systemveränderungen in postsowjetischen Ländern dienen.“