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Am 19. Oktober 2010 fand in Minsk die internationale Wirtschaftskonferenz «Die Überwindung der Finanzkrise: Erfahrungen aus Deutschland und Belarus» statt. Sie wurde zusammen mit dem “Zentrum für das Studium der Außen- und Sicherheitspolitik bei der Fakultät für Internationale Beziehungen der Belarussischen Staatlichen Universität“ veranstaltet.

An der Konferenz nahmen viele Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsanalytiker, Wirtschaftler und Doktoranten und Studenten der Fachrichtung Weltwirtschaft teil. Als Referenten wurden kompetente Fachleute aus Belarus und Deutschland eingeladen. Aus Deutschland gab es zwei Experten: Prof. Dr. Henning Klodt (Leiter des Zentrums Wirtschaftspolitik, Institut für Weltwirtschaft in Kiel) und Dr. Rudolf Zwiener (Wirtschaftspolitische Beratung und Modellsimulation im Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf). Sie vermittelten viel fachkundige Information zum aktuellen Thema.

Im Laufe der Konferenz betrachteten die Teilnehmer die Ursachen, Prozesse und Folgen der Krise aus unterschiedlichen Perspektiven, indem sie diesbezüglich die Argumentationsbasis unterschiedlicher Theorien systematisierten und analysierten. Auch wurden die bereits getroffenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen beider Länder vergleichend bewertet und Entwicklungsszenarien der Weltwirtschaft in Bezug auf eventuelle Risiken und Chancen aufgestellt.

Zum Beschluss erörterten die Teilnehmer thesenartig die Lehren der Krise. Auch wurde in dieser Evaluierungsphase versucht, alle relevanten Ansätze dieser Konferenz auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und auch eine gemeinsame Bewertung von Perspektiven der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Belarus und Deutschland in der Postkrisenphase zu entwickeln.

Obwohl die Weltfinanzkrise und -wirtschaftsrezessison auf die belarussische Wirtschaft bereits eingewirkt hätten und noch weiter zunehmend einwirken würden (in erster Linie durch die negativen Folgen für den wichtigsten Wirtschaftspartner der Republik Belarus – die Russische Föderation, und durch die Änderungen der Weltpreiskonjunktur für Energieträger und Rohstoffe), sehe man ein großes Potential für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Belarus, nicht nur im Rahmen des bilateralen Handels, aber auch im Rahmen des Lohnveredelungsverkehrs und weiterer Möglichkeiten der Industriekooperation, sowie im FDI-Bereich.